Hege, Jagd und Revierarbeiten im Jahresablauf
Das Jagdjahr beginnt am 1. April und endet am 31. März
APRIL Wildäcker neu anlegen oder bestellen, und ggf. düngen.
Reviereinrichtungen, Hochsitze, Schirme freischneiden ggf. säuber und reparieren,
Pirschwege anlegen, bzw. säubern.
Salzlecken erneuern oder ergänzen, denn während des Haarwechsels ist das Salzbedürfnis des Wildes besonders groß. Raubzeugbekämpfung ist jetzt wichtig.
Jetzt mit den Bauern Schutzmassnahmen der Felder absprechen,
ältere Böcke fegen und markieren ihre Territorien. Jetzt kann man junge und alte Böcke gut unterscheiden. Böcke im Jagdbegleiter notieren und Gehörne skizzieren, damit sie in der Jagdzeit wiedererkannt werden.
Der Schnepfenstrich ist Mitte des Monats fast überall beendet.
Ende des Monats beginnt die Balz von Auer-
MAI Wildäcker kontrollieren und prüfen, ob Pflegearbeiten nötig sind.
Der Mai steht im Zeichen des Jungwildes; besondere Gefahren durch Mähmaschinen und
Strassen-
Fuchsbaue kontrollieren. Auf Ruhe im Revier achten !
Im Mai beginnt die Setzzeit von Rot-
Die meisten Böcke haben gefegt und stehen im Haarwechsel.
Beste Zeit für die Bejagung von Abschussböcken (Kümmerer und Knopfböcke). Auf spät
verfärbende Böcke achten -
Dabei sind natürlich die Jagd und Schonzeiten der einzelnen Bundesländer zu beachten.
JUNI Unkrautbekämpfung und Pflegearbeiten auf Wildäckern durchführen.
Zeit für Heu und Silage Gewinnung. Für alles Jungwild sind wildernde Hunde gefährlich. Auf Jungfüchse achten, die sich schon vor den Bauen aufhalten.
Die Ricken führen schon ihre Kitze. Auch Rot-
Im Juni hat die Jagd auf den roten Bock Vorrang. Verstärkte Bejagung der Abschußböcke wichtig, denn bald kann man sie im zu hohen Getreide nicht mehr ausmachen. Starke Böcke noch schonen. Dabei sind natürlich die Jagd und Schonzeiten der einzelnen Bundesländer zu beachten.
JULI Zugewachsene Pirschsteige, Hochsitze und Schirme freizuschneiden, stört die Jagd jetzt nur
unwesentlich. Das Flugwild führt seine Jungen, deshalb auf Raubzeug, wildernde Katzen und
Hunde achten. Dachs und Marder haben in der zweiten Monatshälfte Ranzzeit.
Wenn der Hafer milchig wird, ist die Gefahr des Wildschadens besonders groß. Darum: wo Sauen vorkommen, nur Frischlinge schießen (damit nicht versehentlich führende Bachen erlegt werden).
Falls das Rotwild zu Schaden geht: Schmaltier und Schmalspießer haben Jagdzeit. Sonst sollte im Rotwildrevier Ruhe herrschen! Ende des Monats fegen die starken
Hirsche -
Der Rehbock ist heimlich. Ab Mitte Juli -
AUGUST Jägerweisheit: Mit dem letzten Erntewagen soll das erste Futter ins Revier gefahren werden!
Natürlich nur da wo es nötig ist – Landesjagdgesetze beachten! Nicht versäumen, Dreschabfälle
für Fasanen-
In den ersten Augusttagen ist die Rehbrunft (Blattzeit) auf dem Höhepunkt. Im August
erlaubt der Jagdschein die Jagd auf den Feisthirsch, dessen Heimlichkeit und Unbeständigkeit
höchste Anforderungen an den Jäger stellen. Den Feisthirsch muß man ersitzen -
Für Muffel und Gamswild beginnt die Jagdzeit.
SEPTEMBER Herbstzeit ist Jagdzeit -
weiblichem Rehwild erfordert Vorsicht und Verantwortung: aufpassen, damit nicht führende
Ricken erlegt werden. (Kitze vor der Ricke schießen). Der Hirsch tritt in die Brunft
-
OKTOBER An die Winterfütterung denken ! (Landes Fütterungsverordnungen beachten!) Im Oktober werden Rüben und Kartoffeln geerntet. Wo Maiskolben erhältlich sind, Gelegenheit zum Ankauf nutzen. Fasanenschüttungen beschicken. Fast alles Wild hat jetzt Schußzeit. Die Hirschbrunft ist in vollem Gange. Ende des Monats tritt auch der Damschaufler in die Brunft. Im Niederwildrevier: Hühnersuche; sie sind jetzt voll ausgewachsen. Die Jagden auf Fasanen beginnen (in einzelnen Bundesländern verschieden) Es ist zu beachten, dass Hennen in bestimmten Bundesländern geschützt sind. Mannigfaltige Gelegenheiten zur Jagd auf Kaninchen und Enten. Schnepfen dürfen bejagt werden. Dabei sind natürlich die Jagd und Schonzeiten der einzelnen Bundesländer zu beachten. Die Jäger sollten jetzt spätestens auf dem Schießstand (laufender Keiler) für die anstehenden Drückjagden trainieren.
NOVEMBER Auf den Feldern ist noch genügend Futter vorhanden. Aber alles Wild sollte jetzt an
Die Fütterungen gewöhnt werden: schwache Gaben -
der Brunft. Ende des Monats beginnt im Schwarzwildrevier die Rauschzeit und im Gebirge
die Gamsbrunft. Verstärkt dem Kahlwild-
bei Pirsch und Ansitz gewährleistet. Jetzt finden die ersten Gesellschaftsjagden statt. Wichtige
Voraussetzungen, daß die Jagd zum Erfolg wird: rechtzeitige Planung, gute Organisation und
Hinweise, daß Schützen und Treiber sich diszipliniert verhalten.
Dabei sind natürlich die Jagd und Schonzeiten der einzelnen Bundesländer zu beachten.
DEZEMBER Je nach Wetterlage ist die Fütterung im Revier bereits aufmerksam durchzuführen. (Landes Fütterungsverordnungen beachten!) Um Wechsel und Äsungsflächen freizulegen, kann der Einsatz des Schneepfluges in einigen Gebieten notwendig werden. Hohes Salzbedürfnis des Wildes bedenken. Der Jagdschutz ist zu verstärken. Die Bälge des Raubwildes sind jetzt reif. Ansitz am Luderplatz oder mit Quäke auf den Fuchs ist bei Mondschein erfolgversprechend.
Der Dezember ist der Hauptmonat für Treibjagden im Niederwildrevier. Der Abschussplan für Kahlwild und weibliches Rehwild sollte bis Weihnachten erfüllt sein. Ansitzjagd auf Schwarzwild bei Schnee und Mondlicht günstig! Dabei sind natürlich die Jagd und Schonzeiten der einzelnen Bundesländer zu beachten.
JANUAR Der Monat Januar steht ganz im Zeichen der Hege. Futterstellen regelmäßig beschicken
und beaufsichtigen. (Landes Fütterungsverordnungen beachten!) Wenn nötig, Schneepflug
einsetzen. Besonders wichtig sind Fasanen und Rebhühnerfütterungen. Raubwild bejagen.
Die Ranzzeit des Fuchses macht die Baujagd jetzt interessant, Ansitz bei mondhellen
Nächten bei Schnee. Die Rauschzeit der Sauen ist noch im Gange. Den Abschuss von
Schalenwild -
FEBRUAR Im Februar geht die Jagdzeit zu Ende. Die Hege hat absoluten Vorrang. Wo natürliche
Winteräsung nicht ausreicht, ist die Fütterung fortzusetzen. (Landes Fütterungsverordnungen
beachten!) Beaufsichtigung des Reviers und Bekämpfung des Raubwildes nicht vernachlässigen.
Der Fuchs ist noch in der Ranzzeit. Mit guten Erdhunden -
Dabei sind natürlich die Jagd und Schonzeiten der einzelnen Bundesländer zu beachten.
MÄRZ Anlage und Bestellung der Wildäcker müssen geplant werden. Saatgut und Kunstdünger
besorgen. Absprachen über Düngung der Wiesen mit den Bauern treffen.
Durch die vorangegangene Notzeit ist alles Wild geschwächt, deshalb ist Hege besonders
wichtig: Übergangsfütterung, (Landes Fütterungsverordnungen beachten!) Parasitenbekämpfung.
Salzlecken ergänzen. Reviereinrichtungen sollten bereits jetzt repariert werden.
Nistkästen reinigen und neue anbringen. Bachen frischen. Die ersten Satzhasen sind
da. Der Schnepfenstrich beginnt. (Schnepfen haben Schonzeit). Die Jagd auf Ringel-