Jäger müssen mehr können, als nur Wild erlegen!

 An den Jäger werden besondere Anforderungen gestellt. Er hat für die Erhaltungeines den  landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten, artenreichen und gesunden  Wildbestandes mit Wildhege und Pflege zu sorgen; Wildschäden in der Land- und Forstwirtschaft zu  vermeiden. Sorge zu tragen, dass die zum Schutz des Wildes und der Jagd dienen den Vorschriften  eingehalten werden. Warum Jagd? Obwohl die Jagd heute nicht mehr wie zu früheren Zeiten in erster  Linie aus Gründen der Nahrungssicherung ausgeübt wird, hat sie ihren Sinn dennoch keineswegs  verloren. Es lässt sich im Gegenteil behaupten, dass sie heute unverzichtbarer ist den je. Dabei sind es  vornehmlich 5 Gründe, die den Nutzen der Jagd deutlich machen.

 1. Jagd trägt heute in entscheidendem Maße dazu bei, die Lebensgrundlagen des Wildes zu sichern.

2. Ohne Jagdausübung würden manche Wildarten in der Land- und Forstwirtschaft große Schäden  anrichten      (z. B. Wildschweine in den Feldern, Rehwild und Hirsche in Forstkulturen), in der  Kulturlandschaft muß der      Jäger Bär, Wolf und Luchs ersetzen.

3. Ohne Jagdausübung würden sich Wildarten zu stark vermehren. Der Jäger erntet daher      verantwortungsbewusst den vorhandenen Überschuss an Wild. Zugleich verhindert er auf diese  Weise,  dass      andere Todesfaktoren (z. B. Krankheiten) wirksam werden, die den Zusammenbruch  der  Wildbestände zur      Folge haben können .

4. Jagd sorgt in der heutigen Kulturlandschaft für stabile und gesunde Wildbestände. Dieses gilt insbesondere       für Arten (z. B Schalenwild), die keine natürlichen Räuber mehr haben.

5. Ohne Jagdausübung würde das Wild auch sterben; das Wildbret eine wertvolle Eiweissnahrung  

    ginge ungenutzt verloren.

Hundehaltung:

Zu einen Jäger gehört ein brauchbarer Jagdhund, denn eine Waid,-und Tierschutzgerechte Bejagung

ohne einen brauchbaren Hund ist nicht möglich. Aus Gründen des Tierschutzes muss für jedes Jagdrevier ein speziell ausgebildeter und geprüfter Jagdhund für die Nachsuche von verletztem Wild zur Verfügung stehen. Angeschossenes oder auf andere Weise verletztes Wild ist unverzüglich nachzusuchen und zu erlegen. Ebenso

ist es Vorschrift, dass bei der Such-, Drück- und Treibjagd sowie bei der Jagd auf Federwild wie Wildenten und Fasane ein brauchbarer Jagdhund eingesetzt wird. Dieser muss angeschossenes Wild rasch finden, damit es nicht unnötige Qualen erleidet und unverzüglich Tierschutzgerecht getötet werden kann.

Jagdliches Übungsschießen: Durch die regelmässige Teilnahme an Praxisnahen, jagdlichen

Übungsschießen auf geeigneten Schiesstandanlagen, werden Sicherheit in der Waffenhandhabung, Schießfertigkeit und Treffsicherheit trainiert. Die Bedingungen zum Erhalteiner Jahresschießnadel sollten erfüllt werden.

Jagdhornblasen: Ein wichtiger Bestandteil des jagdlichen Brauchtums ist das Jagdhornblasen.

Es ist ein altes Kulturgut, das auch im heutigen Jagdbetrieb gepflegt werden muss und im übrigen unverzichtbarer Bestandteil für eine gut geleiteten Gesellschaftsjagd ist.

Fortbildung: Von allen praktizierenden Jägern wird ein qualifizierter Ausbildungs- und Kenntnisstand verlangt, deshalb ist eine ständige Fortbildung auch im Sinne von noch mehr Wissen um die Zusammenhänge in der Natur, des Jagdwesens, der Wildbiologie und des Naturschutzes notwendig.

Fallenjagdseminar: Jeder Jäger, der die Fallenjagd betreiben möchte, ist verpflichtet an einem Fallenseminar teilzunehmen.

Über Jagd und Jäger

Wenn der  Waldwanderer heute noch Rehe und Hasen, in bestimmten Gebieten auch Rotwild und im Gebirge Gamswild sehen und sich daran freuen kann, so ist das ein Verdienst der Jäger. Denn der ausgewogene Lebensraum des Wildes ist durch die Menschliche Nutzung und Beanspruchung nicht nur drastisch eingeengt, sondern vielerorts sogar zerstört worden. Wie sollen sich Wildtiere gegen diesen Macht Missbrauch des Menschen auch wehren können! Sie schreien nicht, sie protestieren nicht – sie kümmern allenfalls dahin,  würde nicht die hegende Hand des Jägers einigermassen für den Ausgleich sorgen. Vor nicht allzu langer Zeit hat der Mensch Wildtiere aus der Flur in den Wald getrieben, weil die Felder wirtschaftlich intensiv nutzen wollte. Heute drängt er sie wieder ausserdem Wald in die Kultursteppe zurück, weil der Wald über die wirtschaftliche Funktion hinaus vermehrte Schutz- und Erholungsaufgabe zu erfüllen hat. In diesem Dilemma geriet  der  Jäger unversehens  zwischen die Mühlensteine verschiedener Interessen Gruppen. Sein  jahrzehntelanges stilles Wirken im praktischen Naturschutz, des er mit Zeitaufwand, Geld, Sachwissen und ohne großen Worte für selbstverständlich hielt, wurde in Frage gestellt. Plötzlich waren Leute da, die Lautstark überzogene Forderungen  erhoben, ohne die Konsequenzen zu überdenken. Jäger und Forstleute wissen.  Wo die Natur aufhört, Natur zu sein, und fängt der Unsinn an!  Als Praktiker kennt er die Zusammenhänge und Wechselwirkungen. Er ist unmittelbar in den Kreislauf eingeschaltet. - In der Bundesrepublik Deutschland gibt es annähernd 260000 Jäger.

An Jagdpacht bezahlen sie jährlich über 110 Millionen €. Mit diesem Betrag „erkaufen“ sie das Recht, ihr Revier als Lebensraum des Wildes zu gestalten, zu erhalten – und zu ernten.

Natürlich muss  der Jäger füttern, wenn in Notzeiten kein Halm mehr steht, wenn die vom Jäger im Wald angelegten Wildäcker abgeäst sind. Er muss das Raubwild kurz halten werden, Krankheiten bekämpfen, allen wildlebenden Tieren, auch die nicht jagdbaren – vom Singvogel bis zum Fischotter, Überlebenschancen schaffen, de sonst nicht hätten, weil der Mensch ihren Lebensraum beansprucht.

Der Waldwanderer begegnet einem Jäger sicherlich  lieber als einen Wolf. Übrigens: Fragen Sie die Jäger, wenn Sie ihnen begegnen . Jeder Jäger gibt Ihnen gerne Auskunft und bereichert ihr Wissen von Wild und Wald. Was sind das eigentlich für Menschen, diese Jäger, die  ihre Aufgabe, Natur und Wald zu erhalten, so zäh und unbeirrbar verfolgen? Die sich einer der schwersten staatlichen Prüfungen unterzogen haben, um Jäger zu werden. Deren Leumund jährlich von Amt wegen überprüft wird? Deren Tun und Lassen von strengen Gesetzen reglementiert wird, du die sich freiwillig ethischen Grundsetzen unterwerfen, die sie Waidgerechtigkeit nennen? ca. 17% von ihnen sind Landwirte, ca.11 % Arbeiter, ca. 13% Handwerker, ca. 4% Rentner, ca. 10% Kaufleute,

ca. 16% Angestellte, ca. 9 % freie Berufe, ca.15 % Beamte, ca. 3 % Schüler und Studenten und ca. 2% Frauen.

Hätten Sie gedacht, dass die Sozialstruktur so vielfältig ist?

Von ca. Hundert Reviergängen kehrt der Jäger  höchstens dreimal“ mit Beute beladen “ heim. „  

Er schiesst das Wild daher, grad wie es ihm gefällt…..“ ist nicht drin.  Dafür aber viel Arbeit zur Reviergestaltung.

 

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